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Stigma

Psychosomatik als Stigma


Wenn Ursachen für ein Unwohlsein/ körperliche Symptome nicht gefunden werden, wird man oft mit dem Begriff "Psychosomatik" ettikettiert. Der "Stempel" der Psychosomatik kann also auch eine Belastung für den Betroffenen bedeuten.
Im Schamanismus spielt diese Bezeichnung keine Rolle.
Meine Beratung drängt sie nicht in diese Ecke. Sie sind kein "Sonderling".
Das Stigma "Psychosomatik" verharmlost das subjektive Leidenserleben des Betroffenen auf eine unangemessene Weise. Der Schluss, der nun schnell gezogen wird ist, dass wenn es "nur" psychosomatisch ist, der Leidensdruck oder die Bedrohung der Symptome ja "nicht so schlimm" sein kann. Bis hin zu der Annahme, die Person sei dann ja im Grunde "selber Schuld".

Genau dieses Schuldgefühl ist es, dass der/die Betroffene dann subtil annimmt, denn eine Möglichkeit für einen Menschen, auf ein Stigma zu reagieren ist, es anzunehmen und zu bestätigen. Das Schuldgefühl wirkt sich wiederrum ungünstig auf den Besserungsprozess aus. Diesen Teufelskreis gehe ich in der psychosomatischen Beratung nicht mit. Der Schamanismus betrachtet die Psychosomatik als einen kreativ - dynamischen Lösungsversuch der Seele, Unerledigtes abzuschließen. So gehen wir es an.



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